Wir trauern um Lui Vehzely – Du bleibst unvergesslich.

„Nichts Gros­ses ist jemals ohne Begeis­te­rung voll­bracht worden.“

KommR Lud­wig Vehze­ly, lang­jäh­ri­ger Chef­re­dak­teur des „Öster­rei­chi­schen Fri­seurs“ ist am 10. Dezem­ber 2021 im 91. Lebens­jahr nach kur­zem Lei­den von uns gegangen.

Sein beruf­li­ches Leben war erfüllt von sei­ner Lei­den­schaft zur Fri­seur­kunst. Früh von Fri­sur und Mode inspi­riert mach­te er sich nach sei­ner Leh­re und eini­gen Gesel­len­jah­ren selb­stän­dig und enga­gier­te sich mit viel Begeis­te­rung beim Club Mar­cel für Preis­fri­sie­ren und Wett­be­wer­be, wobei er früh ins Trai­ner­fach wech­sel­te und vie­le beim Weg zu Welt- und Euro­pa­meis­ter­schaf­ten unter­stütz­te dar­un­ter ua. Hans und Georg Bun­dy, denen er Zeit sei­nes Lebens freund­schaft­lich ver­bun­den war.

Sein Enga­ge­ment für den Fri­seur­be­ruf setz­te er in sei­ner 45jährigen Innungs­aus­schus­s­tä­tig­keit, dar­un­ter als Innungs­meis­ter-Stell­ver­tre­ter, spä­ter 17 Jah­re als Lan­des­in­nungs­meis­ter der Wie­ner Fri­seu­re fort. Lui Vehze­ly war Zeit sei­nes Lebens ein Mensch mit Ecken und Kan­ten, doch immer beseelt vom Image des Berufs­stan­des. Ob Tage der offe­nen Tür, Berufs­in­fo im Innungs­haus, Gewer­be und Hand­werk am Rat­haus­platz, LAP-Hand­buch, Neu­ge­stal­tung der Prü­fungs­räu­me oder Semi­na­re und Work­shops im Innungs­haus in der Mol­lard­gas­se – das Arbei­ten für und mit Fri­seu­rin­nen und Fri­seu­ren war sein Lebenselixier.

Ein beson­de­res Anlie­gen war es ihm, jun­ge moti­vier­te Lehr­lin­ge zu för­dern und durch die Teil­nah­me an inter­na­tio­na­len Wett­be­wer­ben die Qua­li­tät der öster­rei­chi­schen Fri­seur­kunst auch außer­halb der Gren­zen Öster­reichs in Sze­ne zu set­zen. Gemein­sam mit der Inter­na­tio­na­len Fri­sur und Mode, dem Team der Lan­des­in­nung Wien und Ver­tre­tern der Indus­trie setz­te er mit dem Aus­tria Hair Con­gress im Aus­tria Cen­ter, einer Fri­seur­mes­se mit inter­na­tio­na­len und natio­na­len Wett­be­wer­ben, Shows, Ver­an­stal­tun­gen für alle Fans der Haar-Bran­che, vom Lehr­ling ange­fan­gen, neue Akzen­te und Maß­stä­be. Sie­ben wei­te­re von ihm orga­ni­sier­te Aus­tria Hair Con­gres­se soll­ten fol­gen. Zahl­rei­che Natio­nen und Teil­neh­men­de aus aller Welt gaben in die­ser Zeit Wien die Ehre und Öster­reichs Fri­seu­rin­nen und Fri­seu­ren gelang es, sowohl im Preis­fri­sie­ren als auch im Orga­ni­sie­ren von gro­ßen Events, inter­na­tio­na­les posi­ti­ves Echo zu erzeu­gen. Zahl­rei­che Ehrun­gen, ua. Kom­mer­zi­al­rat, das Sil­ber­ne Ver­dienst­zei­chen der Repu­blik Öster­reich oder eine Ehren­me­dail­le bei der Welt­meis­ter­schaft in Washing­ton 1996 wur­den ihm zuteil.

In vie­len beruf­li­chen Rei­sen zu inter­na­tio­na­len Wett­be­wer­ben schloss er nicht nur vie­le Freund­schaf­ten, er erwei­ter­te stets sei­nen Blick auf Fri­sur und Mode und war immer offen für Neues.

Auch nach sei­ner akti­ven Innungs­zeit blieb er dem Fri­seur­be­ruf durch sei­ne jour­na­lis­ti­sche Tätig­keit im Rah­men des öster­rei­chi­schen Fri­seurs bis zuletzt tief verbunden.

Er besuch­te zahl­rei­che Lan­des­lehr­lings­wett­be­wer­be und im Jahr 2020 schwang er sogar noch auf der Ball­nacht der Wie­ner Fri­seu­re das Tanz­bein mit sei­ner Frau Doris.

Unter­stützt wur­de er bei sei­nem Schaf­fen stets von sei­ner eben­falls im Fri­seur­be­ruf, im Innungs­aus­schuss und in der Fri­seur­aus­bil­dung tief ver­wur­zel­ten Frau Doris sowie im Bereich Jour­na­lis­tik von sei­nem Sohn Gregor.

Uns bleibt nur, von Her­zen dan­ke zu sagen für die schö­ne Zeit mit dir. Du bleibst in unse­ren Her­zen unvergesslich.

Die Redak­ti­on